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Festivalgeschichte:

                   
Plakate: Ari Fuchs und Peter Piek


Das Festival findet bereits zum sechsten mal statt.

Folgende Kuenstler spielten bereits:

Danny Malone (Austin)
Tim Neuhaus (Berlin)
Matt Hopper (Alaska)
Lucky Fonz III (Amsterdam)
John Elliot (Los Angeles)
Denitia Odigie (Brooklyn)
Serena Abrami (Italien)
Bernhard Eder (Wien)
She Owl (Torino)
Florian Ostertag (Stuttgart)
Peter Piek (Leipzig)
Stefan Honig (Duesseldorf)
Lasse Matthiessen (Kopenhagen)
Stead (London/Mailand)
Marco Pfennig (Dresden)
Martin Mendt (Dresden)
Maose (Oslo)
Sarsa Parilla (Berlin, Philadelphia)
Leonore Boulanger (Paris)
Hello Piedpiper (D) Blauson (Dresden)
Flanna Sheridan (Prag)
MissinCat (Berlin)
The Alma Church Choir (Berlin).
Noiserv (Lissabon)
And The Golden Choir (Berlin)
Esben Svane (Aarhus)
Martin Klein (Salzburg)
Phia (Brisbane)
Kitty Solaris (Berlin)
Ian Fisher (St. Louis)
Mowat (Chile, Berlin)
My Sister Grenadine (Berlin)
Arpen (Leipzig)
Roar Amundsen (Aarhus)
Antoine Villoutreix (Paris)
Maximilian Mengwasser (Stuttgart)
Scott Rudd (Brooklyn)
Vidya-Liselotte Sundberg (Göteborg)
Martin Mendt (Dresden)
Mari Mana (Berlin)
Paolo Saporiti (Milano)
Enrique Vergara (Madrid)
Guy Dale - Mute Swimmer (London)
Susie Asado (Chicago)
The Woodwards (Amsterdam, London)
Nanna Schannong (Aarhus)


Clubs in denen das Songwriterfestival bereits stattfand: (Wir lieben Euch!)

Horns Erben Leipzig
Ostpol Dresden
Altes Wettbüro Dresden
Knaack Klub Berlin (RIP)
Raststätte Aachen
Melkweg Amsterdam
Mache Torino
Wunderbar Zürich
Club L Würzburg
Parnassos Utrecht
Club de Harmonie Edam
Klub Geyser Kopenhagen
Uni-Kum Erfurt (RIP)
Damen und Herren Düsseldorf

Interview der Leipziger Volkszeitung LVZ mit Peter Piek ueber das Festival (Nov.2010)

1. Das Festival findet bereits zum dritten Mal statt. Wie zufrieden sind die Macher mit dem, was sie geschaffen haben?

Sehr zufrieden. Ich freue mich riesig auf das festival. Das festival im Horns Erben war immer sehr gut besucht. Jetzt findet das Festival parallel auch in Dresden und Berlin statt. Das ist ein Erfolg über den ich mich freue und mit dem ich nicht umbedingt gerechnet hätte. Ausserdem hab ich endlich die Veranstaltung zu Hause auf die ich immer gehen wollte.

2. Was hat es mit der Ausweitung auf Berlin und Dresden auf sich? Besteht Grund zur Sorge, dass internationale Künstler in Zukunft Berlin favorisieren und Leipzig links liegen bleiben könnte?

Die Sorge besteht leider und ist doch wenn man erhlich ist sogar alltag. Unsere tolle Stadt ist im Ausland nach meiner Erfahrung leider nicht sehr bekannt. Nur wenige Internationale Bands kommen nach Leipzig und haben meist nur die 4 grössten deutschen Städte im Tourplan. Je mehr es uns aber gelingt das Festival auszubauen desto besser wird es uns auch gelingen interresante internationale Songwriter nach Leipzig zu holen. Wir erreichen mit dem Ausbau des Festivals nach Dresden und Berlin eine höhere Anziehungskraft welche sich positiv auf Leipzig auswirken wird. Leipzig hat potential zu mehr. Wenn es das Publikum denn will.

3. Mit Künstlern aus Oslo, Austin, London und New York ergibt sich ein sehr internationales Spektrum. Was eint die Künstler, was unterscheidet sie? Wie schwer ist es, sie nach Leipzig zu holen?

Auch wenn die Reisekosten von Austin und New York recht hoch sind, war es nicht schwer diese Künstler zu buchen. Vor allem weil ich sie alle persönlich kenne. Danny Malone hatte ich im Frühjahr zuletzt in Austin und Ian Fisher in New York getroffen. obwohl ich damals noch nicht wusste ob das festival überhaupt stattfinden wird, hatte ich ihnen schon davon erzählt und sie neugierig gemacht.

4. Gibt es einen absoluten Favoriten? (Einen, über dessen Teilnahme alle hocherfreut sind?)

Ich freue mich auf alle Künstler. Am meisten freue ich mich, das gebe ich zu, auf Tim Neuhaus und Danny Malone. Für mich ganz klar Songwriter von Weltniveau.

5. Worin besteht die Kunst heute Singer/Songwriter zu sein?

Du musst ein beklopter Freak sein. Es lange auf der strasse aushalten. Du musst sehr offen sein. Es darf dich nicht stören nicht zu wissen wo du heute übernachtest. Man muss aufhören verrückte Situationen zu hinterfragen. Damit klar kommen gefühlsmässig achterbahn zu fahren. Du musst immer versuchen das beste aus der Situation herauszuholen. Du musst es ok finden deine Katze ein vierteljahr nicht zu füttern. Deinen Wohnungsschlüssel nicht mit auf Tour nehmen können. Du musst dich mit den Songs entwickeln, sonst kannst du sie irgendwann nicht mehr spielen. Du musst viele Dinge loslassen können von denen man nicht mal wusste das man sie hatte. Das ist nicht so einfach. Dafür wird man aber belohnt. Und das ist das Schöne daran, und wenn du das einmal hast. Kommst du davon nicht mehr los. Vor allem musst du Songs schreiben wollen. Und wie beim malen nichts dabei wollen. Wollen ohne zu wollen. Wenn man das alles kann und nebenbei auch noch Singen und ein instrument spielen, dann denke ich hat man alles um ein guter Songwriter zu werden.

6. Peter Piek, was waren denn eigentlich die Songs ihrer Nachbarschaft, die sie dazu inspieriert haben, das Festival zu gründen?

Mich hat eher inspieriert keine Songs in meiner Nachbarschaft vorzufinden. Das Songwriterminifestival ist genau die Veranstaltung wo ich gerne hingehen würde. Ich versuche einfach eine Welt zu schaffen wie ich sie will. Ich freue mich auf das Festival. Auch als Inspirationsquelle.

7. Wer sind heute Ihre musikalischen Vorbilder?

Danny Malone, Tim Neuhaus und Ian Fisher, die alle auf dem Festival spielen, gehören dazu.

8. In der Vergangenheit haben Sie gern mit Identitäten experimentiert. Ist die Zeit der Spaltung nun vorbei?

Ja auf jeden Fall. Das war eine gute Zeit, aber jetzt bin ich Eins und es gibt kein zurück mehr für mich. Der Weg des Peter Piek ist begonnen. Zurückzulaufen macht keinen Sinn. Selbst wenn ich wöllte. Hinter mir ist der weg schon lange zugewachsen. Ich stehe am Anfang und trotzdem schon mitten drin und kann nur eine sinnvolle sache sehen, einen kleinen funken Licht am horizont der mich ermutigt weiter zu gehen. Dieser kleine Funke Licht sagt mir das auf der suche im Zwischenbereich Malerei und Musik etwas Neues bis jetzt ungesehenes entstehen kann. Und dafür macht es Sinn zu Leben und Peter Piek zu sein.

9. Ihr Name ist eng mit dem Schlagwort "Klanggemälde" verwoben. Was kann die Musik, was die Malerei nicht kann und vice versa?

Am meisten können sie wenn sie beide zusammenkommen.

10. Wenn Ihnen jemand eine Pistole auf die Brust halten würde und Sie sich zwischen Musik und Malerei entscheiden müssten. Was würde gewinnen?

Ich werde oft gefragt was ich ob ich denn lieber male oder lieber Musik mache. Für mich ergibt die frage keinen Sinn. Da Malerei und Musik für mich zwei Worte sind die dasselbe bedeuten. Ich würde in gegebener Situation vermutlich dastehen und mit den Schultern zucken, mir vielleicht ein ääh herauswürgen. Nichtmalen ist auch malen. bzw Nichtmusizieren ist auch musizieren.

11. Was erhoffen, wünschen Sie sich vom diesjährigen Festival?

Ich hoffe das wir alle Spass haben. Das das Leipziger Publikum Lust hat auf das Festival und sich mit mir darauf freut. Das Dresden und Berlin gut anlaufen.

(LVZ, Annika Ross)


Das PPZK-Songwriterfestival war eigentlich seit der ersten Ausgabe eine Institution der Gemeinsamkeit. Und irgendwie ist es ja auch das, was drin steckt, in »Talking About Songs in My Neighborhood«. Kein Wunder also, dass die gemeinsame Musik beim dritten PPZK-Songwriterfestival vordergründiger denn je ist – denn um das lineare Abarbeiten von Setlists einzelner Acts geht es nicht mehr. Die oft multitalentierten Künstler aller Herrenländer werden sich von nun an verstärkt gegenseitig unterstützen, ihre Auftritte gemeinsam planen und Konzerte darbieten, die Hand in Hand gehen, wie ein bunter, multikultureller, akustischer Melting Pot.

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Das Festivalkonzept hat sich selbst überarbeitet.
Bei dem Festival im Herbst 2010 mit u.a. Danny Malone, Tim Neuhaus, Blauson traten die Songwriter dann zum Schluss als Band auf und spielten ihre Songs zusammen. Und das ist irgendwie so gut gewesen das es jetzt heist: Wenn du das Festival spielen willst, dann musst du dich auf die anderen Musiker des Lineups intensiv einlassen und mit denen wie eine kleine temporäre Band schaffen. Das ist toll für die Musiker. Man lernt mehr. lernt sich auch als Musiker besser kennen. Man findet so schnell Freunde über die Musik. Und natürlich ist es auch spannend für die Zuschauer die so erst recht einen Einzigartigen Abend erleben, mit Songs in Versionen wie es sie nur auf dem Festival geben wird. Da viele Songwriter Multiinstrumentalisten sind wird es noch besser. Also mal schauen und abwarten was passiert..